Bericht zur Generalversammlung am 15. Mai 2013

IMG_5975_325x244

5. Generalversammlung der Bürgersolar Rothenburg o.d.Tbr. eG

Am 15. Mai fand die 5. Generalversammlung der „Bürgersolar Rothenburg o.d.Tbr. eG“ statt. Mit 111 Mitgliedern war die Versammlung im Saal des Hotels zum Rappen gut besucht.

Gemäß dem Rückblick durch den Vorstandsvorsitzenden Gerhard Walther auf das erfolgreiche vergangene Geschäftsjahr verzeichnete die Genossenschaft per 31. Dezember 2012 333 Mitglieder und 3.655 Geschäftsanteile. Das ergibt ein Geschäftsguthaben von 1.828 TEUR. In 2012 wurden die Anlagen Containerbahnhof Steinach, Salzhalle Aurach, Hotel Pyramide Bad Windsheim und Alsuna Halle Steinach zugekauft. Im Zuge des 1. Halbjahres 2012 wurden die Anlagen Maschinenhalle Wörnitz, Moezer Lichtenau und Heinlein Traisdorf gebaut. Die drei Anlagen Schützenhaus Wörnitz, Danzer Wörnitz und Schulturnhalle Geslau wurden im 2. Halbjahr fertiggestellt. Bei einer Gesamtdachfläche von über 27.900 qm konnte so eine Leistung von knapp 2.935 kWp (Kilowatt-Peak) erzielt werden. Die Gesamtinvestitionssumme liegt bei ca. 8,1 Millionen Euro. Allein 2,2 Millionen Euro wurden in Form von Aufträgen an die heimische Wirtschaft vergeben. Mit den bisher projektierten Anlagen versorgt die Energiegenossenschaft derzeit 587 4-Personen-Haushalte mit Strom. Dem langfristigen Ziel – der Schaffung einer energieautarken Region – kommt man dadurch wieder ein ganzes Stück näher. Der vermiedene CO2-Ausstoß liegt bei rund 1.661 Tonnen pro Jahr.

Großer Dank ging an die FÜR Solar GmbH. Mit dem Projektleiter Günther Heidingsfelder, welcher an der Generalversammlung durch seinen Kollegen Rainer Schnuck vertreten wurde – hat die Bürgersolar Rothenburg o.d.Tbr. eG einen starken und zuverlässigen Partner an Ihrer Seite, wie Gerhard Walther betonte. Ein entscheidender Vorteil gegenüber anderen Energiegenossenschaften sei auch der große ehrenamtliche Einsatz der Mitarbeiter der VR-Bank Rothenburg o.d.Tbr. eG, welches nochmals besonders gewürdigt wurde. Auch Aufsichtsratmitglied Dieter Mohr legte in seinen Ausführungen hierauf eine besondere Betonung.

Vor gefülltem Saal präsentierte Vorstandsmitglied Ralf Zieher die Bilanz. Ein Jahresüberschuss von fast 138 TEUR erfreute die Mitglieder. So auch die mit Spannung erwartete Höhe der Dividendenzahlung. Gemäß dem Vorschlag von Vorstand Ralf Zieher entschieden die anwesenden Mitglieder einstimmig über folgende Dividendenverwendung: Die noch ausstehenden 3% vom Vorjahr werden nun nachgezahlt, somit hält man für das Geschäftsjahr 2011 die volle versprochene Dividende von 6 Prozent ein. Außerdem erhält das Mitglied eine Teilausschüttung der Dividende von 4,4% für das Jahr 2012, sodass diesmal insgesamt 7,6 Prozent ausgezahlt werden. Die verbleibenden 1,6% für das Geschäftsjahr 2012 sollen im kommenden Jahr ausgeschüttet werden. Damit wären mit Abschluss des Geschäftsjahres 2013 alle rückständigen Dividenden nachgeholt.

Stark für die Region

Die Zahlen zeigen, mit der Bürgersolar profitieren nicht nur die Mitglieder durch die attraktiven Dividendenzahlungen, die örtlichen Städte und Kommunen durch die Steuerzahlungen (60 TEUR für das Geschäftsjahr 2012), die heimischen Handwerksbetriebe durch laufende Aufträge sondern es wird auch noch aktiv etwas für die Umwelt getan.

Für die Stadt Rothenburg ist es eine Ehre, Sitz der Genossenschaft zu sein, so Bürgermeister Kurt Förster in seinem Grußwort. Die Gründung der Genossenschaft ist ein wichtiger, zukunftsweisender Schritt für die Stadt Rothenburg und deren Bürger, die selbst keine eigenen Dachflächen für die Energiegewinnung nutzen können. Die Bürgersolar Rothenburg o.d.Tbr. eG erfüllt die Erwartungen und kann auf beste Ergebnisse zurückblicken. Hier werden die Ziele der Energiewende umgesetzt. Die Stadt freut sich auf die Steuerzahlungen von der Bürgersolar Rothenburg, die den Kommunen zu Gute kommen und über die Dividendenausschüttungen für die Jahre 2011 und 2012.

Max Riedl vom Genossenschaftsverband Bayern e.V. lobte in seinem Grußwort, dass die Energiewende in der Region derart vorangetrieben wird. Sehr sehenswert bei der Bürgersolar seien die Zahlen, im Schnitt rechnet sich eine Energiegenossenschaft erst im dritten Jahr.

Im Ausblick sprach der Vorstandsvorsitzende Gerhard Walther von einer lebensfähigen Genossenschaft, die nachhaltige Erträge für die Mitglieder erwirtschaftet. Der Unternehmenszweck ist voll erreicht. Die Realisierung neuer Projekte ist im Moment jedoch kaum mehr möglich, da im Sommer 2012 die Einspeisevergütung gesetzlich gesenkt wurde. Die Rentabilität neuer Anlagen würde demnach nicht in die bisherige Ertragsplanung der Genossenschaft passen, so Gerhard Walther. Dennoch sieht man Chancen nach der Bundestagswahl im Herbst 2013. Entsprechende Neuigkeiten findet der Interessent auf der Bürgersolar-Homepage www.buergersolar-rothenburg.de. Dort sind auch sämtliche Einspeisungs-, Monats- und Jahreswerte und viele weitere interessante Informationen aufgeführt.

Generalversammlung Buergersolar 15-05-2013

 

 

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.